15:79 - vier wackere Sechskämpfer stellen sich dem Meister

In ihrem letzten Wettkampf vor der "Sommerpause" haben die Bundesliga-Turner des KTT Heilbronn vor heimischem Publikum gegen den KTV Straubenhardt mit 15:79 verloren.

 

Die Vorzeichen für das KTT Heilbronn gegen den Deutschen Meister standen von vorneherein nicht gut, musste der bis dato sieglose Siebte doch mit einem Minikader von nur fünf Turnern gegen den ungeschlagenen Tabellenführer antreten. 

 

Während des Einturnens für den Wettkampf verschlimmerte sich die Situation für die Gastgeber dann weiter, als KTT-Topscorer Carlo Hörr am Boden nach einer missglückten Aktion auf dem Rücken landete und benommen liegen blieb. Zwar kam der 19-Jährige danach recht schnell wieder auf die Beine, doch deutete alles auf eine Gehirnerschütterung hin, weshalb ihn Trainer Rainer Arnold aus dem Wettkampf nahm. Carlo Hörr wurde in die nahegelegene SLK-Klinik gebracht, wo sich der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte. Statt gegen Straubenhardt Punkte für das KTT zu sammeln, wurde er stationär zur Beobachtung aufgenommen.

 

Durch Carlo Hörrs Ausfall war klar, dass jeder der vier verbliebenen KTT-Turner einen Sechskampf absolvieren musste. "Jakob Hofmann war nur für drei Geräte vorgesehen und war eigentlich auch angeschlagen, Stefan Payer war für zwei Geräte geplant. Sie hatten sich nur an ihren eigentlichen Geräten eingeturnt und mussten dann plötzlich an allen sechs Geräte ran", berichtete Rainer Arnold über die extreme Situation.

 

Doch die wackeren vier Sechskämpfer Fabian Geyer, Valentin Starikov, Jakob Hofmann und Stefan Payer stellten sich der Herausforderung. Jedem der 350 Zuschauer in der Römerhalle war aufgrund dieser Situation klar, dass das KTT auf verlorenem Posten stehen würde, doch unterstützten sie die Athleten, die mit vollem Einsatz um jeden Punkt fighteten.

 

Die Gäste, bei denen vor allem Andreas Bretschneider mit 21 Punkten herausragte, ließen jedoch nichts anbrennen und wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, nicht ohne jedoch auch die Leistung ihrer vier Kontrahenten anzuerkennen und diese während ihrer Übungen anzufeuern.

 

Nach dem Boden führten die Gäste mit 14:2, nach dem Pauschenpferd gar schon mit 27:2. Die Ringe konnten Fabian Geyer mit drei Punkten und Valentin Starikov mit vier Zählern relativ ausgeglichen gestalten, doch stand es zur Pause bereits uneinholbar 9:36.

 

Dass man am Ende mit 15:79 unterlag, war eher zweitrangig. Jeder der vier Turner - und vor allem die ins "kalte Wasser" geworfenen Stefan Payer und Jakob Hofmann - hatten alles gegeben und sich an manchen Geräten sogar selbst übertroffen. "Chapeau und tiefe Verneigung vor allen, die hier heute einen Sechskampf geliefert haben. Das war eine krasse Leistung", bedankte sich Rainer Arnold nach dem Wettkampf bei seinen Turnern. "Für die Zuschauer tut es mir ein bisschen leid. Wir wollten einen spannenden Wettkampf bieten und hätten mit Carlo bestimmt ein paar Gerätepunkte eingefahren. Aber die Gesundheit geht vor. Insofern war es die einzige mögliche Entscheidung, Carlo aus dem Wettkampf zu nehmen und zu viert zu turnen."

 

Die Bundesliga geht nun in die Sommerpause und wird erst am 8. September wieder ins Geschehen eingreifen, wenn das KTT bei der TG Saar antritt.

Rehabilitation gegen den Deutschen Meister Straubenhardt

Eine Woche nach dem enttäuschenden Auftritt beim TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau haben die Bundesliga-Turner des KTT Heilbronn am Samstag (17 Uhr) die Chance zur Rehabilitation. Die Aufgabe jedoch könnte schwerer nicht sein, gastiert doch ausgerechnet der Deutsche Meister KTV Straubenhardt in der Römerhalle.

 

Hansi Lohr wird weiterhin von Rückenproblemen geplagt, Reiss Beckford weilt bei den Commonwealth Games in Australien, Eddie Penev ist nach seiner Schulter-Operation noch nicht wieder fit und die zweite Mannschaft hat parallel einen Auswärtskampf in der Verbandsliga - insofern haben die KTT-Trainer Rainer Arnold und Kai Werner keine personellen Alternativen zur Verfügung. Mit Carlo Hörr, Fabian Geyer, Valentin Starikov, Stefan Payer und Jakob Hofmann werden dieselben fünf Turner wie in Wetzgau an die Geräte gehen.

 

Die KTV Straubenhardt, Deutscher Meister der Jahre 2015, 2016 und 2017, scheint auch in der dieser Bundesliga-Saison wieder das Maß aller Dinge zu sein. 42:27 gegen die KTV Obere Lahn, 53:18 beim MTV Stuttgart und 50:19 gegen die Siegerländer KV - wer soll die Männer aus dem Enzkreis aufhalten? In dem mit Stars gespickten Team ragt vor allem einer heraus: Marcel Nguyen, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in London 2012, dreifacher Europameister und 21-facher Deutscher Meister. Wie Marcel Nguyen waren auch dessen Teamkollegen Andreas Bretschneider und Arthur Zanetti 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio mit von der Partie, bei denen Letzerer die Silbermedaille an den Ringen holen konnte. Da die KTV am Samstag mit Nils Dunkel, Brian Gladow und Ivan Rittschik gleich drei verletzte deutsche Spitzenturner ersetzen muss, wird vermutlich der aus Heilbronn stammende Youngster Daniel Wörz zu seinem ersten Saisoneinsatz für Straubenhardt kommen.

 

Beim KTT nimmt man die Rolle des Außenseiters klar an und wird motiviert und konzentriert in den Wettkampf gehen. "Für uns geht es vor allem darum, die Fehler von letzter Woche abzustellen, wir wollen die KTV aber auch an dem einen oder anderen Gerät ärgern", hofft Taktiktrainer Rainer Arnold zumindest auf ein paar Gerätepunkte.

Deutliches 14:69 in Schwäbisch Gmünd

Insgeheim waren die Turner des KTT Heilbronn am Samstag mit der Hoffnung nach Schwäbisch Gmünd gefahren, beim Aufsteiger TV Wetzgau für eine Überraschung sorgen zu können - am Ende wurden sie beim 14:69 jedoch recht deutlich auf den Boden der Tatsachen geholt.

 

Dabei hatte der Wettkampf vor über 600 Zuschauern für die Gäste vielversprechend begonnen. Fabian Geyer und Valentin Starikov sorgten mit drei bzw. vier Punkten dafür, dass der Boden mit 7:6 an das KTT ging, das damit die ersten beiden Gerätepunkte auf der Habenseite verbuchen konnte.

 

Der Knackpunkt in dem bis dahin offenen Wettkampf erfolgte dann im dritten Duell am Pauschenpferd. Zuvor hatten Jakob Hofmann im Duell gegen Andreas Toba vier und Carlo Hörr gegen Helge Liebrich einen Punkt abgegeben, ehe Valentin Starikov gegen Glenn Trebing antreten musste. Gleich dreimal musste der 21-jährige Russe vom Gerät absteigen, was seinem Gegner fünf Punkte und ihm für den Rest des Abends einigen Frust besorgte. Da auch Fabian Geyer gegen den Holländer Bart Deurloo den Kürzeren zog, ging der TV Wetzgau nach dem zweiten Gerät mit 20:7 in Führung.

 

An den Ringen konnte Starikov zwar drei Punkte gegen Helge Liebrich gewinnen, doch ging auch das dritte Gerät mit 11:3 an die Gastgeber, die somit zur Pause mit 31:10 führten.

 

Nach der Pause schien sich das Team des Trainerduos Rainer Arnold und Kai Werner wieder zu berappeln. Am Sprung gab zwar Youngster Jakob Hofmann im ersten Duell fünf Punkte gegen Nestor Abad Sanjuan ab, doch Valentin Starikov und Carlo Hörr brachten die Gäste auf 5:4 heran. In einem offenen vierten Duell sicherte Helge Liebrich gegen Fabian Geyer mit einem Punkt letztlich doch den Gerätesieg für den TVW zum 37:14. Dass der gewonnene Punkt von Carlo Hörr der letzte KTT-Punkt an diesem Abend sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar…

 

Über Barren und Reck würde man beim KTT Heilbronn am liebsten den Mantel des Schweigens hüllen. 0:15 am Barren und 0:17 am Reck - es war absolut nicht der Abend des KTT-Teams, das mit nur fünf Turnern nach Schwäbisch Gmünd gefahren war, während der Gegner personell aus dem Vollen schöpfen konnte.

 

"Wetzgau war an diesem Abend zu stark für uns", musste KTT-Taktiktrainer Rainer Arnold nach dem Wettkampf anerkennen - nicht ohne festzustellen, dass es für das Team nun mit jeder Niederlage hinsichtlich des angestrebten Klassenerhaltes enger wird. Nach drei Wettkämpfen stehen nur noch das KTT und der MTV Stuttgart ohne Sieg da. Beide Teams treffen erst am vorletzten Wettkampftag im November aufeinander.

 

Bereits am kommenden Samstag (7.4., 17 Uhr) empfängt das KTT Heilbronn den Deutschen Mannschaftsmeister MTV Straubenhardt mit Superstar Marcel Nguyen in der Römerhalle und wird dabei als Außenseiter in den Wettkampf gehen.

Hohe Auswärtsniederlage in Cottbus - KTT bricht nach der Pause ein

Mit einer in dieser Höhe nicht erwarteten 28:57-Niederlage kehrten die Bundesliga-Turner des KTT Heilbronn am frühen Sonntagmorgen aus Cottbus zurück.

 

Die Ausgangslage für einen erfolgreichen Wettkampf war von Beginn an nicht optimal, hatten doch nur sechs Turner, ein Trainer und ein Kampfrichter die insgesamt 1.500 Kilometer lange Fahrt auf sich genommen. Taktiktrainer Rainer Arnold musste die Rolle des Gäste-Kampfrichters einnehmen, während Kai Werner in Doppelfunktion als Taktiker und Trainer fungierte und die sechs Turner Carlo Hörr, Fabian Geyer, Jakob Hofmann, Hansi Lohr, Stefan Payer und Valentin Starikov an die Geräte schickte. Dazu kam, dass Starikov mit erhöhter Temperatur turnte und Hansi Lohr erst kurz vor Kampfbeginn nach über 700 Kilometern Fahrt in Cottbus angekommen war.

 

Doch trotz der ungünstigen Vorzeichen startete das Team gut in den Wettkampf und lag nach den Auftritten von Valentin Starikov und Carlo Hörr am Boden bereits mit 7:0 in Führung, ehe sich Leonard Prügel gegen Fabian Geyer und Igor Radivilov gegen Jakob Hofmann durchsetzten und daraus noch einen 8:7-Gerätesieg für die Gastgeber machten.

 

Am Pauschenpferd legte diesmal der SC Cottbus nach den ersten beiden Turnern ein 7:0 vor, das Carlo Hörr und Jakob Hofmann nur noch auf 7:3 verkürzen konnten, so dass die Gastgeber nach zwei Geräten mit 15:10 in Führung lagen.

 

Am stärksten präsentierten sich die KTT-Turner dann an den Ringen. Valentin Starikov holte fünf Punkte gegen Tom Schultze, Carlo Hörr vier Zähler gegen Lukas Gallay. Doch auch dies sollte nicht für den Gerätesieg reichen. Igor Radivilov erturnte sich im Duell gegen Fabian Geyer bei einer D-Note von 6,0 mit 14,90 die höchste Wertung des Tages, bevor Leonard Prügel gegen Jakob Hofmann vier Zähler nachlegte und damit für eine 9:9-Punkteteilung an den Ringen sorgte. So ging man beim Stand von 24:19 in die Pause.

 

Hatte das KTT beim ersten Wettkampf gegen Siegerland noch nach der Pause eine Aufholjagd gestartet, so folgte diesmal in der zweiten Wettkampfhälfte der Einbruch. "Am Sprung haben wir zu viele Standfehler gemacht, während Cottbus uns weit überlegen war und durchgehend die wesentlich höheren Ausgangswerte hatte", beobachtete Rainer Arnold vom Kampfrichtertisch aus. Beim 10:2 am Sprung konnte lediglich Fabian Geyer punkten, so dass es mit 34:21 an den Barren ging.

 

"Am Barren haben die Cottbuser ihr Programm fehlerfrei durchgezogen, während wir voll auf Risiko gehen mussten", so Rainer Arnold. Das Risiko wurde nicht belohnt und die Gastgeber legten einen souveränen 13:0-Gerätesieg hin. Der Wettkampf war zu diesem Zeitpunkt schon längst entschieden, auch wenn Carlo Hörr und Valentin Starikov zum Abschluss am Reck noch vier und drei Punkte holten.

 

"Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein, wir haben uns aber für die Voraussetzungen dennoch relativ gut verkauft", fasste Rainer Arnold den Auftritt in Cottbus zusammen. "Jetzt hat die Liga wegen des Weltcups in Stuttgart und eine Woche später in Birmingham zwei Wochen Pause, eher wir dann auswärts beim TV Wetzgau antreten. In dieser Zeit werden wir im Training alles in die Waagschale werfen, um in Wetzgau dann den ersten Sieg verbuchen zu können."

 

 

KTT möchte in Cottbus punkten

Eine Woche nach dem Saisonauftakt gegen Siegerland treten die Turner des KTT Heilbronn am Samstag (16 Uhr) zu ihrem ersten Auswärtswettkampf 2018 beim SC Cottbus an.

 

Aufgrund der weiten Anreise von über 700 Kilometern wird der Großteil des Teams bereits am Freitag in die Lausitz reisen und dort übernachten. "Wir müssen am Samstag ausgeschlafen sein, denn das wird eine ganz enge Kiste", weiß Taktiktrainer Rainer Arnold, der am Samstag in ungewohnter Rolle als Kampfrichter im Einsatz sein wird. 

 

Wie die Mannschaft des KTT, besteht auch der Kader des SC Cottbus hauptsächlich aus jungen Athleten, die durch die beiden Gastturner Marios Georgiou aus Zypern und Igor Radivilov aus der Ukraine verstärkt werden. "Achten müssen wir in jedem Fall auf Lucas Kochan und Leonard Prügel, die beide zu den großen deutschen Talenten zählen. Dazu kommt, dass mit Christopher Jursch ein weiteres Mitglied der Nationalmannschaft nach seiner Schulter-Operation wieder zurück im Kader ist", so Rainer Arnold, der zusammen mit seinem aus Cottbus stammenden Trainerkollegen Kai Werner dieselben Turner an die Geräte schicken wird wie gegen Siegerland.

 

Einen Vorteil sieht Arnold darin, dass die Saison für Cottbus erst jetzt am Samstag gegen das KTT beginnt: "Der Auswärtswettkampf von Cottbus in Wetzgau wurde vom letzten Samstag auf Ende Juni verschoben, das könnte uns einen kleinen Vorteil verschaffen. Wir haben im Wettkampf gegen Siegerland bereits einige Erkenntnisse gewonnen und wissen, wo wir nachjustieren müssen, damit wir stabiler auftreten und weniger Fehler machen. Und auch wenn wir den ersten Wettkampf verloren haben, so haben wir doch durch die Aufholjagd auch jede Menge Selbstvertrauen getankt. Dieses wollen wir in Cottbus von Anfang an an die Geräte bringen, um möglichst mit einem Sieg nach Hause zu fahren."

 

In der letzten Saison musste das KTT Heilbronn in Cottbus eine 32:40-Niederlage hinnehmen.

 

 

 

 

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