Famose Aufholjagd wird nicht belohnt


Mit einer 38:44-Niederlage vor 200 Zuschauern gegen die Siegerländer KV sind die Turner des KTT Heilbronn in ihre zweite Bundesliga-Saison gestartet. Dabei entschied nach einem frühen 0:22-Rückstand und einer famosen Aufholjagd am Ende erst das letzte Duell am Reck über Sieg oder Niederlage.

 

"Wir sind am Anfang ganz einfach ins offene Messer der Erfahrung gerannt", analysiert Taktikcoach Rainer Arnold Stunden nach dem Wettkampf die Anfangsphase an Boden und Pauschenpferd. "Siegerland ist da ganz entspannt reingegangen, während wir mit unserer jungen Truppe doch nervös waren und zu viele Fehler gemacht haben, die uns dann auf die Füße gefallen sind."

 

Vor allem für die beiden Neuzugänge Valentin Starikov und Jakob Hofmann war der Einstand alles andere als einfach. Rainer Arnold: "Jakob lag bis Donnerstag noch mit Grippe flach und musste deshalb angeschlagen in den Wettkampf gehen. Und bei Valentin hatte es große Probleme mit dem Visum gegeben. Er konnte deshalb erst am Samstagmorgen von Moskau nach Stuttgart fliegen, wo ich ihn am Flughafen abgeholt und direkt zur Römerhalle gefahren habe. Er war durch die Aufregung mit dem Visum und der Reise müde und kannte unser Wettkampfsystem nur Hörensagen. Das war erstmal alles neu für ihn."

 

Ehe sich's der junge Russe versah, hatte er am Boden und Pferd schon acht Punkte abgegeben, bevor er sich am Ende des Abends sogar noch als zweitbester Scorer des Wettkampfs hinter Carlo Hörr feiern lassen durfte.

 

0:13 hatte das KTT nach dem Boden bereits zurückgelegen, und nachdem Hansi Lohr und Valentin Starikov in den ersten beiden Duellen am Pferd zusammen noch weitere acht Punkte abgegeben hatten und die Anzeigentafel einen Zwischenstand von 0:22 anzeigte, schwante den Zuschauern für diesen Abend nichts Gutes.

 

Doch das Trainerduo Rainer Arnold und Kai Werner nahm sich seine Athleten zur Brust und verhinderte durch passende Worte die drohende Abwärtsspirale. Und so sorgte mit Jakob Hofmann ausgerechnet der Jüngste für die ersten Punkte: Er holte im Duell gegen Falk-Daniel Uhlig einen Dreier, dem Carlo Hörr fünf Zähler gegen Nico Ermert folgen ließ. 8:22 nach dem Pferd - dieser Zwischenstand las sich gleich viel besser.

 

An den Ringen fand dann auch Valentin Starikov in die Erfolgsspur und holte seine ersten drei Punkte. Doch obwohl auch Carlo Hörr gegen Andreas Jurzo eine Vier verbuchte, ging auch dieses Gerät an die Gäste, die ohne ihr Aushängeschild Philipp Herder angetreten waren. Stand zur Halbzeit: 15:31.

 

"In meiner Halbzeitansprache habe ich tief in die Platitüdenkiste gegriffen, um zu zeigen, dass das Ding noch nicht verloren war und erst am Ende abgerechnet wird", schmunzelt Rainer Arnold. "Und plötzlich lief es dann."

 

Der Sprung ging mit 7:4 Punkten bereits klar an das KTT, ehe man den Barren dominierte. Valentin Starikov, Fabian Geyer und Hansi Lohr holten jeweils einen Dreier, während Carlo Hörr im Duell mit Nico Ermert den einzigen Punkt am Barren abgab. So ging es beim Stand von 31:36 an das Königsgerät Reck, das die Entscheidung bringen musste.

 

Auch hier machte der inzwischen blendend im Wettkampf angekommene Valentin Starikov den Anfang und verkürzte auf 35:36, ehe Carlo Hörr sein Team mit einem Dreier zum 38:36 erstmals an diesem Abend in Führung brachte. Doch am Ende sollte es nicht reichen: Fabian Geyer und Jakob Hofmann konnten den knappen Vorsprung nicht über die Runden retten und gaben jeweils vier Punkte ab, so dass am Ende eine 38:44-Niederlage zu Buche stand.

 

Doch auch wenn es am Ende nicht gereicht hat - die Bürde des hohen anfänglichen Rückstandes war einfach zu groß - hat das Team eines doch gezeigt: Man muss mit dem KTT Heilbronn rechnen und darf es auch bei einem hohen Rückstand nicht zu früh abschreiben!

 

Am kommenden Samstag geht es um 16 Uhr mit einem Auswärtswettkampf beim SC Cottbus weiter.

 

 

 

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